flirten leicht gemacht!
Was Sie schon immer über Flirt, Liebe, Sex und Partnerschaft hätten wissen müssen ...


I. Theoretische Grundlagen des Flirts

Die große Schule des Flirts und der Liebe


1. Die Werbungsphase: ungerichtete Selbstdarstellung
2. Die Aufmerksamkeitsphase: Der erste Eindruck
3. Interessenskonflikte bei der Partnerfindung
4. Risiken beim Flirt
5. Strategien, Taktiken und Risikowahrnehmung
6. Grundlagen der Kommunikation beim Flirt
7. Partnermarktwert: Suchbilder / Angebot und Nachfrage
8. Exkurs: Polygynie ("Polygamie")
9. Der Partnermarktwert: Heiratsmarkttheorie
10. Schönheit und erotische Ausstrahlung
11. Sexuelle Attraktivität und die Sexökonomie
12. Manipulation beim Flirt und in der Werbung
13. Die Anatomie des Flirts - Wahrnehmungsphase
14. Das erste Lächeln

Stellen Sie sich vor, Sie gehen durch eine Stadt. Was glauben Sie, wie viele Menschen Sie im Laufe Ihres Spaziergangs treffen werden? Mit wie vielen davon würden Sie gerne Kontakt aufnehmen? Wie viele Vertreter(innen) des anderen Geschlechts sind wohl dabei, die Sie interessant finden, oder in denen Sie einen möglichen Partner wittern?
          Der Rock, die Hose, die Sie sich zu eng gekauft haben - nur vielleicht deshalb, weil neuerdings ein Adonis in der Firma die Papierkörbe leert? An was denken Sie, wenn Sie morgens Ihre auffälligste Krawatte umbinden und das Rasierwasser um einen Hauch zu stark auftragen? Oder Sie sitzen alleine in einem Eisenbahnabteil - ein Fremder kommt dazu. Ein Gespräch beginnt, und ohne dass viele Worte gewechselt wurden, finden Sie ihn so sympathisch, dass er Ihnen einen Seitensprung wert wäre.
          Wenn Sie geglaubt haben, Liebe beginnt mit dem ersten Blick, dann haben Sie sich gehörig getäuscht - sie beginnt schon lange vorher ... Verhängnisvolle Affären fangen bereits an, ohne dass die darin verwickelten Personen auch nur die geringste Ahnung davon haben.
          Der Ablauf von Kontaktaufnahmen zum anderen Geschlecht ist ein Prozess, der aus mehreren Phasen besteht. In diesem Prozess werden von den Beteiligten alle Zutaten ausgehandelt, die zu dem führen, was wir Liebe nennen.
          Im Ablauf der Kontaktaufnahme gibt es bei Frauen drei Arten/Phasen des Verhaltens: Diese sehr einseitig anmutende Vorstellung lässt sich ebenso auf die Männer ausweiten. Nicht nur der Pfau versucht seine Geschlechtsgenossinen zu beeindrucken, sondern auch die Schwünge männlicher Skifahrer werden umso schwungvoller und betonter, wenn Frauen auf der Piste sind.
          Wann tritt jetzt aber wirklich Werbung auf? Meist kann ein außen stehender Beobachter nicht beurteilen, ob es sich bei der Auseinandersetzung zwischen Personen um eine Flirtsituation handelt. Es muss aber bestimmte nicht-sprachliche Anzeichen für eine ernsthafte Werbesituation geben, es muss gewisse Signale geben, die wenn sie als solche erkannt werden, im Sinne des Senders interpretiert werden.
          So lässt sich beispielsweise im Tierreich zwar eine Vielfalt von Strategien der Annäherung an das andere Geschlecht beobachten; die meisten der Strategien dienen aber denselben Funktionen. Tiere wählen beim Werbeprozess aus den Alternativen, die ihnen zur Verfügung stehen, diejenigen aus, die es erlauben, Umstände zu überwinden, welche die notwendige körperliche Nähe für die Begattung nicht zulassen. Als häufigste Widrigkeiten finden wir Territorialität, Aggression, Statusunterschiede und Furcht.
          Die möglichen Verhaltensblockaden auf dem Weg zur Liebe sind auch beim Menschen vielfältig. Menschen sind misstrauisch - der Andere könnte mit seinem werbenden Verhalten auch ganz andere Ziele verfolgen, sie könnten sogar eine gewisse Tendenz zur Aggression und Gewaltbereitschaft besitzen. Der Flirt könnte nur als Werkzeug eingesetzt werden, oder die Zielperson hat einfach kein Interesse. Es geht neben dem Mitteilen von Interesse deshalb auch darum, Informationen über mögliche Verhaltenstendenzen des Partners zu sammeln. Das Mitteilen von sexuellem Interesse scheint demnach die einfachste und auch empirisch umsetzbarste Definition des Werbeverhaltens zu sein.
          Wie fängt es nun wirklich an? Wir sind selten still, wir verhalten uns immer - und stellen uns selbst dar. Die Bühne, auf der wir unsere Schauspielkünste erproben, wird durch unser Publikum definiert, und je nachdem, welche und wie viel Zuschauer vorhanden sind, ändern wir auch die Art unserer Selbstdarstellung. Dabei versuchen wir den anderen ein möglichst positives Bild von uns selbst mitzuteilen. Ausgangspunkt eines jeden Flirts ist, dass wir versuchen andere zu beeindrucken um die ersten möglichen Hindernisse bereits im Vorfeld aus dem Weg zu räumen.

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