Wo? Der Flirt am Arbeitsplatz
Ihre Kollegen und Kolleginnen haben gewiß Geschwister und Freunde (Freundinnen), die Sie ganz interessant finden würden. Wenn es Ihnen also nicht liegt, sich in Museen, Kaufhäusern, Restaurants oder anderen Plätzen nach einer Frau umzutun, machen Sie einfach folgendes: Geben Sie eine Party, zu der Sie Kollegen und Kolleginnen mitsamt allen weiblichen Wesen, die Sie nur zusammentrommeln können, einladen. Ein paar Männer laden Sie selbstverständlich auch ein. Aber weil es Sinn und Zweck der Fete ist, dass Sie eine Frau finden, beschränken Sie die geladenen Männer auf solche, die bereits eine feste Freundin haben - und ihr auch treu sind. Derlei Parties, in regelmäßigen Abständen gegeben, dürften Sie innerhalb kürzester Zeit so weit bringen, dass Sie einen Terminkalender führen müssen, um Ihre Verabredungen nicht zu verpassen - oder gar zu verwechseln.
Gelegenheiten, sich mit den verschiedensten Leuten an Ihrem Arbeitsplatz anzufreunden, gibt es mehr als genug.
Der gestressten Sekretärin können Sie sagen, dass sie ganz so aussieht, als könne sie einen Kaffee gebrauchen - und ihr auch prompt einen (mit Milch und Zucker?) bringen.
Vor Büroschluss formulieren Sie den Spruch natürlich um. Diesmal erzählen Sie ihr, dass sie so aussieht, als könnte sie einen Drink vertragen. Und zu dem laden Sie sie dann ein.
Selbst, wenn die Frau, auf die Sie es an Ihrem Arbeitsplatz abgesehen haben, Sie bisher scheinbar noch nicht bemerkt hat, können Sie sie fragen, ob sie nicht Lust hätte, mit Ihnen Mittag zu essen. Selbst wenn Ihnen nur Zeit bleibt, gemeinsam in die Kantine zu gehen - immerhin haben Sie sie so schon einmal an Ihrer Seite und können mit ihr reden.
Sollte "sie" in einer anderen Abteilung, einem anderen Stockwerk arbeiten wie Sie, so können Sie sie fragen, wo sie - wenn sie nicht gerade wie jetzt im Moment neben Ihnen im Lift steht - zu finden ist. Und da tauchen Sie dann im Laufe des Tages mal auf und sagen "hallo!"
Bürofeiern sind auch immer eine gute Gelegenheit, die Frau, die Sie auch außerhalb der Arbeitsstunden gern treffen möchten, anzumachen. Der Liebhaber meiner Freundin Michaela nahm eine solche Gelegenheit wahr: Als sie dem Geburtstagskind einen freundschaftlichen Kuss gab, zog Oliver Michaela mit den Worten "Oh, ich wollte auch schon immer von Ihnen geküsst werden" an sich. Da küsste sie ihn dann eben - und küsst ihn heute immer noch. Und das, obwohl sie ihn fast ein Jahr lang ignoriert hatte!
Sie können natürlich auch die Nummer bringen, mit der sich meine Freundin Helen von Michael (zeitweilig) einfangen ließ. Beruflich kannten sich die beiden schon eine ganze Weile - aber zu mehr als einem Glas Wein nach Büroschluss war es in dem ganzen halben Jahr nie gekommen. Als sie wieder einmal nach Arbeitsschluss etwas miteinander tranken, schaute er sie einfach eine Zeitlang wortlos an. Als sie schließlich fragte, worüber er grüble, sagte er: "Ich denk darüber nach, wie ich dir sagen soll, dass ich gern mit dir schlafen möchte." Alles weitere dürfen Sie sich denken.
Sie können Ihrer Auserwählten auch jeden Morgen eine schöne Rose auf den Schreibtisch stellen. Das tun Sie solange, bis sie so früh am Arbeitsplatz auftaucht, dass sie herausfindet, wer der Rosenkavalier ist. (Keine Angst, sie wird es wissen wollen. Ab dann haben Sie, wenn Sie ihr nicht total unsympathisch sind, leichtes Spiel. Die tägliche Rose bekommt sie natürlich weiterhin. Die ist mittlerweile zu Ihrem "Markenzeichen" geworden.)
Am einfachsten ist es natürlich, Frauen kennenzulernen, wenn Sie einen Beruf haben, der Sie täglich - oder so gut wie täglich - mit neuen Menschen zusammenbringt. Alle dieser heißen Berufe aufzuführen würde an dieser Stelle zu weit gehen. Aber ein paar Beispiele dafür, wie Sie ihren Spruch situationsbedingt zurechtbasteln können, sollen Sie als Anregung mit auf den Weg bekommen:
Staubsaugervertreter
"Eigentlich wollte ich Ihnen ja diesen Staubsauger verkaufen. Aber dazu habe ich im Moment gar keine Lust. Statt dessen würde ich viel lieber mit ihnen essen gehen. "
Scheidungsanwalt
"Wenn Sie möchten stelle ich mich gerne als Scheidungsgrund zur Verfügung."
Politiker
"Unter dem Siegel der Verschwiegenheit: Die Weltsituation ist so kritisch, dass ich mich an ihrer Stelle lieber heute als morgen noch so ausgiebig wie möglich amüsieren würde."
Politiker
"Wenn sie mich nicht verraten, zeige ich ihnen morgen Abend ein Restaurant, in dem sie noch besser (und preisgünstiger) essen können, als in diesem hier!"
Versicherungsangestellter
"Ich kann sie gegen Feuer, Wasser, Unfall (undsoweiter) versichern, - nur gegen eins nicht: dass der Irish Coffee, zu dem ich sie hiermit einlade, nicht doch mit schottischem Whisky gemacht ist."
Psychiater
"Also das ist wirklich kompliziert. Wechseln wir erst einmal die Umgebung und dann fangen wir mit ihrer Lebensgeschichte noch einmal von vorne an."
Praktischer Arzt
"Ich fürchte, ich muss sie an einen Kollegen verweisen. Familienmitglieder (oder solche, die es werden könnten!) behandle ich nämlich nicht."
Alles, was Sie also tun müssen ist, wenn alles andere nicht mehr hilft: Auf einen der oben erwähnten Berufe umsatteln, nein ehrlich - auf einen ähnlich kontaktfreudigen. Oder sich arbeitslos melden:
Arbeitsloser
"Ist es nicht herrlich, dass wir beide so viel Zeit haben, uns gründlich kennenzulernen und uns miteinander 24 Stunden am Tag zu vergnügen?"